Partnerschaftsbesuch der Feuerwehr Szombathely zum 145. Jubiläum

Vom 8. bis 10. September 2017 machten wir uns mit einer stattlichen Abordnung auf den Weg nach Ungarn, zu unseren Kameraden und Freunden der Feuerwehr Szombathely.

Nachdem der Zeitplan feststand,  ging es auch schon um 4:00 Uhr in der Früh los zu unserem ersten Stop: dem Steirischen Feuerwehrmuseum in Graz. Hier trafen wir pünktlich zur Öffnungszeit ein und bestaunten das Museum. Da in der Abordnung auch ein Großteil der Museumsfraktion des Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu vertreten war, sammelten wir Ideen, führten interessante Gespräche und hinterließen natürlich auch Werbung für unser Museum.

 

Zur Mittagszeit ging es dann weiter an unser Ziel. Dort eingetroffen, wurden wir von unseren Freunden mit kleinen Snacks und Getränken empfangen. Es gab viel zu erzählen. Glücklicherweise konnten wir aus unseren eigenen Reihen eine Partnerin für den Besuch gewinnen, welche ihre Wurzeln in Ungarn hat und dadurch als Übersetzerin fungierte.

Nach einer groben „Ablaufplanung“ für den Festakt am Samstag kehrten wir auch schließlich in unsere Pension ein, in der wir zusammen mit den Kameraden aus Szombathely einen lustigen Abend verbrachten.

 

Am Festtag ging es für uns schon zeitig los. Wir fuhren mit unseren Freunden zur Kranzniederlegung am Friedhof, bevor es weiter mit dem Festzug ging. Da der Schreiber dieses Berichts seine Uniform in der Heimat vergessen hatte (die Abfahrt war einfach zu früh), wurde er prompt als Fahrer für den Umzug eingeteilt. Dadurch konnten wir neben dem Marschieren auch mit unserem Blaulicht-Fahrzeug teilnehmen – sehr zur Freude der ungarischen Bevölkerung!

 

 

Als Zeichen unserer Freundschaft überreichten  Anton und Christoph Heider beim  Festakt dem Kommandanten der Feuerwehr Szombathely unser Gastgeschenk - ein selbst entworfenes Wandgemälde mit dem Heiligen Florian und einem Schriftzug "In Freundschaft - barátságban".

 

 

Nach dem Festakt wurden wir von unseren Freunden zu einer Führung im Bischofspalast Szombately und den Glockentürmen eingeladen. Das war ein Erlebnis der "besonderen Art".

Den Abend verbrachten wir bei Speis, Trank und Froschschenkeln mit unseren Freunden in einem rustikalen Restaurant.

Eine Herzensangelegenheit und Ehrensache war uns am Sonntag Vormittag der Besuch der Grabstätte unseres Kameraden und Freundes Ferenc Krizmanics. Dieser verstarb am 15. September 2013 völlig überraschend im Alter von 48 Jahren.  Nach einer Andacht ging es in merkbar bedrückter Stimmung zum Markt, auf dem wir uns noch mit den einen oder anderen Köstlichkeiten Ungarns eindeckten,  bevor wir uns von unseren Ungarischen Freunden  verabschiedeten und die Heimreise antraten.

Der Besuch in Szombathely hat uns wieder gezeigt, dass uns – obwohl wir eine unterschiedliche Sprache sprechen und uns fast acht Stunden voneinander trennen – nicht nur die Städtepartnerschaft, sondern eine innige Kameradschaft verbindet und wir alle eine Gemeinsamkeit haben:

Retten – Löschen – Bergen – Schützen

 

(Daniel Vetter)